Zwischen Himmel und Erde – auf dem Wolkenpass

Heute nun sollte unser Badeurlaub beginnen. Ich war gespannt, was mich erwartet. Aber erst einmal mussten wir von Hue nach Da Nang mit dem Bus fahren.

Wir fuhren zunächst wieder durch interessante Landschaften. Plötzlich hielt der Bus am Straßenrand an. Wir konnten sehr prunkvolle christliche Gräber besichtigen.

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Das Gebiet um den Wolkenpass hat bis zu 1600 m hohe Berge und ist ein Nationalpark. Die Straße geht zunächst in Serpentinen hinauf – ganz ungewohnt bisher für das doch eher flache Land, was wir so kennen gelernt haben. Dann fuhren wir aber auch wieder hinab.

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Auf dem Weg gab es an den Grundstücken immer wieder Flaschen mit einer gelben Flüssigkeit. Das ist Eukalyptusöl, was allerdings nicht zum Kochen geeignet ist, sondern nur für Einreibungen. Unser Reiseleiter Hung informierte uns aber, dass wir lieber die Salbe kaufen sollten.

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Wir fuhren durch eine tolle Landschaft, hatten Ausblicke in weite Ebenen, in eine Lagune und nun schon das erste Mal zum Strand.

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Es war Mittagspause – kurz vor dem Wolkenpass waren wir in einem großen Restaurant, direkt am Strand und mit einem schönen Umfeld.

IMG_6670 Ich habe wieder Shrimps gegessen. Sie waren total lecker. Das Schöne ist hier, dass das Essen sehr leicht verdaulich ist. Hier habe ich das erste mal das rauschende Meer ganz nah gespürt.

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Wir haben heißes, sonniges Wetter. Ideal für den Wolkenpass. Der heißt so, weil es dort oftmals wolkig und diesig ist und dann die Fahrt durchaus gefährlich sein soll.

Es gibt bereits direkt einen 6 km langen Tunnel, durch den auch die meisten Autos fahren. Der Pass ist eher eine Touristenattraktion. Er ist insgesamt ca. 21 km lang und die höchste Stelle liegt auf 496 m. Kurioserweise muss man in unserer Richtung keine Maut bezahlen, bei der entgegensetzten Tour von Süden nach Norden allerdings doch.

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Bei unserem ersten Fotostopp gab es einen herrlichen Blick auf den Strand. Die Straße führte dann in vielen Serpentinen nach oben. Es eröffneten sich immer schönere Ausblicke nach unten. Weit unten an der Küste entlang gab es eine Schienenstrecke und wir sahen sogar einen Zug. Er muss so stark aufwärts fahren, dass man noch eine weitere Schub-Lok an den Zug hängt. Fotografisch wars jedoch kaum festhaltbar. Dafür mitten im Grün eine Eisenbahnbrücke.

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Oben auf dem höchsten Punkt gab es den Blick zurück bis zum Meer, aber auch nach vorn auf die Bucht von Da Nang. Das Besondere zu unserem Zeitpunkt dort war, dass zwei Brautpaare zum Fotoshooting dort waren. Eine tolle Location mit besonderem Charme für diesen Anlass.

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Die Fahrt abwärts ging gefühlt recht fix. Vor uns lag die Millionenstadt Da Nang an einer großen Bucht. Immer wieder waren schöne Strände zu sehen, die jedoch menschenleer waren. Für die Vietnamesen soll wohl der Sand zu heiß sein, deshalb gehen sie nur selten baden.

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Berührt hat mich jedoch, dass in einer kleinen Bucht ein Dorf ist, wo Leprakranke leben. Sie versorgen sich mit Landwirtschaft selbst und sind sehr abgeschieden und isoliert. Ich hätte nicht gedacht, dass es diese Krankheit überhaupt noch gibt.

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Diese Leprakranken werden staatlich unterstützt und erhalten z.B. ihre Medikamente kostenfrei.

In Da Nang fuhren wir Kilometerlang einen großen doppelspurigen Boulevard. Er war sehr großzügig und modern angelegt, Da Nang ist eine recht junge Stadt.

IMG_6856Auch die vielen Kreisel sind sehr großzügig gebaut und es gibt sehr schöne und moderne Brücken über den Han-Fluss.

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Hier einige Brücken. Ein Wahrzeichen von Da Nang ist die Drachenbrücke mit dem goldenen Drachenkopf und zwei goldenen Bögen in der Mitte des Bildes zu sehen.

IMG_6849Wir sind an vielen kleinen Palästen vorbeigefahren, die alle als Gaststätten vor allem für Hochzeiten genutzt werden.

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So eine Hochzeitsfeier soll in Vietnam meist sehr kurz gehen, nur etwa 2-3 Stunden. Es gibt Mittagessen und Getränke, vielleicht noch etwas Karaoke und dann gehen alle schon wieder nach Hause oder sogar wieder zur Arbeit.

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Unser Hotel, das Pullman Beach Resort, ist eine tolle Anlage. Es erinnerte mich sehr an das Hotel in Hua Hin vor vier Jahren. Wir bekamen ein schönes Zimmer mit Blick in die Anlage, einem schönen Balkon und hinter den Palmen ist das Meer zu sehen. Wir wohnen vielleicht 100 m vom Strand entfernt.

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Wir nutzten diesen Luxus gleich aus. Am Strand ist wunderschöner weicher und feiner Sand, das Wasser ist angenehm warm und es gibt richtig schöne Wellen – aber: es gibt deshalb auch Badeverbot! Zu gefährlich bei diesen Wellen. Schade!

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Wir wollten alle sooo gerne ins Meer!

Aber die Leute sind hier sicher erfahrener und kennen die Gefahren. Als sind wir eben in den Pool gehopst. Auch dort ist das Wasser sehr angenehm warm und wir haben es genossen.

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Dazu einen Caipi und der Urlaub kann sooo schön sein! 😉

Wir blieben bis es dämmrig wurde. Kurz nach halb 6 ist es bereits dunkel.

Zu 19:00 Uhr trafen wir uns zum Abendessen. Unser Reiseleiter Hung ging mit uns zu einer Gaststätte außerhalb des Resorts. Im Resort sind die Speisen genauso teuer, wie in deutschen Spitzenhotels.

Die Kellner waren in unserer Gaststätte mit uns 20 Personen regelrecht überfordert. Die Organisation der Bestellung war total umständlich.

Während des Essens fing plötzlich ein mächtiger Regenguss an. So heftige Regenschauer kennen wir in Deutschland kaum. Wir befürchteten schon das Schlimmste für unseren Weg. Mussten wir doch ca. 20 Minuten bis zum Hotel laufen.

Nach einer halben Stunde etwa hörte der ganze Spuk auf und als wir uns auf den Heimweg machten, waren sogar die Straßen schon wieder abgetrocknet.

Wir kauften gegenüber noch eine Flasche Wein und tranken bei hochsommerlichem Wetter auf unserem Balkon noch einen Absacker. Wir haben jetzt vier volle Tage und fünf Nächte vor uns in diesem schönen Beach Resort. Ich freu mich auf die Erholungszeit.

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