Montag 3. 11. 2014
Heute Morgen ging es schon halb 8 los – wir gingen auf die Fahrt in die Ha Long Bucht. Es liegen einige Fahrstunden vor uns.
Mittendrin ein Stopp an einer „Touristenstation“. Dort befand sich eine Behindertenwerkstatt, in der behinderte Kinder und Jugendliche gestickt haben. Es war beeindruckend! Zum einen stellen diese Jugendlichen wunderschöne Bilder her, zum anderen alles in einer guten Qualität. An den großen Bildern sticken sie allerdings auch mehrere Monate. Die kosten dann lediglich knapp über 100 Euro. Endlich gabs auch mal Postkarten.
Auf der weiteren Fahrt hielten wir noch einmal an einem Reisfeld an. Reis wird hier auf verschiedene Arten geerntet. Zum einen gibt es Erntemaschinen, die spaßig bezeichneten „Eisenbüffel“ und zum anderen wie hier wird der Reis auch noch per Hand und Sichel geerntet.
Der Reisanbau ist sehr aufwändig. Das glaubt man kaum, wenn man für recht wenig Geld bei uns den Reis kauft. Der Boden muss zunächst gepflügt werden. Das kann man sowohl im trockenen Zustand als auch mit Wasser tun. Der Reis wird vorgekeimt, muss noch einige Tage wachsen und wird dann als 10-15 cm großer Setzling in den Schlamm gepflanzt. Die Pflänzchen müssen immer mal wieder vom Unkraut befreit werden und wachsen dann zu Reispflanzen heran. Im Norden gibt es zwei Reisernten im Jahr, im Süden von Vietnam baut man sogar drei bis dreieinhalb Ernten im Jahr an.
Wir haben die Bucht nun schon vor uns, aber es gab noch einen Zwischenstopp in einer Verkaufsausstellung – Perlenzucht!
Das war wieder sehr interessant, aber diese Arbeiten dort möchte ich nicht tagein, tagaus machen. In 300-400 Muscheln müssen am Tag von einem Mitarbeiter die Perlen eingepflanzt werden, die dann im Laufe der Zeit von der Muschel „veredelt“ werden. Allerdings liegt die Erfolgsquote nur bei ca. 30 %.
Dann gings aufs Schiff! Die Victory Star hat Platz für fast 50 Passagiere, 24 Zimmer auf zwei Etagen, in der obersten Etage ist das Restaurant, dazu ganz oben eine Sonnenterrasse. Wir haben ein nettes Zimmer, nicht übermäßig groß, aber völlig ausreichend.
Zunächst gab es Mittagessen. …zig Gänge, mit viel Fisch, lecker!
Wir fuhren durch die Ha Long Bucht, zwischen den fast 2000 Inseln hindurch und es gab einen schöneren Ausblick nach dem anderen.
Es ist unvorstellbar schön! Soweit das Auge reicht Inseln, grün bewachsen, felsig, in der Weite zum Teil sogar mystisch. Ich konnte mich kaum satt sehen und auch kaum satt fotografieren.
Dann unser erster Ausflug. Wir wurden getendert und fuhren mit einem kleinen Boot zu einer Tropfsteinhöhle, der sogenannten Überraschungshöhle.
Was uns dort erwartete, war wirklich überraschend und verblüffend. So eine riesige Höhle hätte ich nie erwartet! Schon beim Ein- und Ausgang gab es wunderschöne Ausblicke in die Bucht. Die Höhle war einfach riesengroß.
Mit unserem Boot fuhren wir dann an einen kleinen Strand zum Baden. Ich war das erste Mal in diesem Urlaub im Pazifik baden. Gut, es ist ein Ausläufer des Pazifik, das Chinesische Meer.
Dennoch, das Wasser war schön salzig und angenehm warm. Gegen Ende unserer Badezeit gab es bereits den Sonnenuntergang über der Ha Long Bucht. Ein schönes Schauspiel der Natur!
Wir fuhren dann mit unserer Dschunke zum Nachtliegeplatz. Die Romantik wurde nur dadurch geschmälert, dass viele Schiffe in einem kleinen Gebiet vor Anker lagen.
Zum Abendessen gab es Gala-Diner. Den Abend ließen wir dann bei einem Cocktail auf der Außenterrasse ausklingen. Es war angenehm warm.
Überhaupt zum Wetter. Hier im Norden ist es ca. 20-25° warm.Es ist nur morgens etwas schwül, sonst am Tage ein sehr gut verträgliches Wetter. Hier in der Ha Long Bucht weht immer ein kleines Lüftchen, dadurch ist es nie schwül.
























